Mendelsohn-Denkmal
Mendelsohn-Denkmal

Wir über uns – der Förderverein

Wir sind acht Düsseldorfer Bürger, die sich vor etwa zehn Jahren zusammengefunden haben, weil es ihnen gemeinsam ein Anliegen war, dass auch in Düsseldorf wieder ein Denkmal an den großen Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy erinnert. Mendelssohn war in unserer Stadt einst Städtischer Musikdirektor und hat für die musikalische Entwicklung Düsseldorfs viel geleistet. Bekanntlich war es in der Hitler-Zeit seit etwa 1934 verboten, Mendelssohns Musik zu spielen, weil er jüdischer Herkunft sei. 1936 wurde deshalb in Düsseldorf das Mendelssohn-Denkmal, das bis dahin die Vorderfront des Opernhauses zierte, von dort entfernt, die Bronze 1940 eingeschmolzen und Hitler als Metallspende geschenkt. Auch in anderen Städten wurden in dieser Zeit die Mendelssohn-Denkmäler zerstört. Aber überall dort hat man nach dem Krieg auch wieder neue errichtet – nur in Düsseldorf nicht. Wir acht setzten uns deshalb zum Ziel, auch in Düsseldorf endlich wieder für ein Mendelssohn-Denkmal zu sorgen, gründeten den „Mendelssohn-Förderverein“, veröffentlichten in Vorträgen und Aufrufen unsere Idee und waren hocherfreut über den Zuspruch, den wir in der Bürgerschaft fanden. Viele Bürger spendeten unserem Verein Geld, um den Bau eines Mendelssohn-Denkmals zu fördern. Auch die Stadtspitze unterstützte uns wirkungsvoll bei unserer Planung. Glücklicherweise befand sich in einer Vitrine des Stadtmuseums ein kleiner Gipsabguss des alten Denkmals, so dass uns eine Diskussion um die Ausgestaltung eines neuen Denkmals erspart blieb. 2012, also 72 Jahre nach seiner Zerstörung, konnte das neue Denkmal in alter Form im Hofgarten direkt neben der Oper endlich wieder eingeweiht werden. Wir waren am Ziel und lösten unseren Mendelssohn-Förderverein wieder auf.

Bei unseren Bemühungen um das Mendelssohn-Denkmal hatten wir eng und freundschaftlich mit dem „Heinrich-Heine-Institut“ zusammengearbeitet. Dabei erfuhren wir, dass im Archivkeller des Heine-Instituts in der Bilker Straße eine umfangreiche, wertvolle Sammlung von Briefen, Noten und Gegenständen aus dem Haushalt der Familie Schumann lagert, die aber dort natürlich nicht besichtigt werden kann. Robert Schumann hatte mit seiner berühmten Frau Clara und seinen sieben Kindern in dem Haus gegenüber dem jetzigen Heine-Institut während seiner Zeit als Städtischer Musikdirektor gewohnt, dort rund ein Drittel seiner weltberühmten Kompositionen geschaffen und sich immer wieder mit seinen Künstler-Freunden wie z.B. Johannes Brahms, Bettina von Arnim und Jean-Joseph Bonaventure Laurens getroffen. Das Haus gehört der Stadt Düsseldorf, steht auf Grund seiner Schumann-Bedeutung unter Denkmalschutz, ist aber heute wegen seiner hohen Sanierungsbedürftigkeit weitgehend ungenutzt und leer. Die erste Etage ist mit Stützbalken besetzt, um für den Mieter in der zweiten Etage dessen Wohnstätte zu erhalten.

Als wir acht „Mendelssohn-Fans“ diese Zusammenhänge um das Schumann-Haus und die Bedeutung der vorhandenen Sammlung im Archivkeller des Heine-Instituts erkannt hatten, haben wir einen neuen Verein, den „Schumann-Haus Förderverein“ gegründet. Unser neues Ziel ist es jetzt, die Stadt zu veranlassen, das ehemalige Wohnhaus von Robert Schumann endlich zu sanieren und darin eine würdige, museale Schumann-Erinnerungsstätte mit dem vorhandenen Archiv-Material aus dem Heine-Institut zu schaffen – verbunden mit Räumen für musikalische Begegnungen aus besonderen Anlässen. Wir sind der Meinung, Düsseldorf sollte sich nicht nur mit dem weltberühmten Namen Robert Schumann schmücken – z.B. Robert-Schumann-Hochschule, Clara-Schumann-Musikschule, Robert-Schumann-Gesellschaft, Schumann-Haus Düsseldorf Robert-Schumann-Forschungsstelle, Robert-Schumann-Saal, Robert-Schumann-Denkmal, Schumann-Straße usw., sondern als Bestätigung der Verbundenheit und Wertschätzung ihn auch durch den Erhalt seines ehemaligen Wohnhauses mit einer darin eingerichteten Erinnerungs- und musikalischen Begegnungsstätte ehren. Wir acht Düsseldorfer Bürger haben deshalb der Stadt angeboten, die Kosten für die Einrichtung der musealen Erinnerungsstätte mit dem Material aus dem Heine-Institut zu übernehmen, wenn die Stadt als Hauseigentümerin selbst zunächst das Schumann-Haus saniert. Mit unserem Angebot sind wir bei der Stadtspitze erfreulicherweise auf Verständnis und Interesse gestoßen. Der Rat der Stadt hat deshalb in seiner Herbstsitzung 2018 nach der Befürwortung durch den Oberbürgermeister und den Kulturdezernenten eine Gesamtsanierung des Hauses, verbunden mit einer Erweiterung der Ausstellungsflächen in der ersten Etage durch eine Überbauung des Hofgeländes, einstimmig beschlossen. Nun ist es an uns acht Bürgern in Erfüllung unseres Versprechens, die notwendigen Mittel für die Einrichtung der Erinnerungsstätte zu beschaffen. Dankenswerterweise hat uns die Leitung des Heinrich-Instituts zugesichert, die fachliche Betreuung des Aufbaus der Erinnerungsstätte sowie zukünftig auch die Betreuung des Schumann-Hauses zur Entlastung der Stadt zu übernehmen. Die spontane Resonanz und Unterstützung der Bürger, die von unseren Plänen schon gehört haben, macht uns Mut, optimistisch zu sein, dass wir auch dieses neue Ziel erreichen werden, obwohl wir nach den gutachterlichen Erkenntnissen für die Innenausstattung der Erinnerungsstätte mit einem Aufwand von immerhin etwa 600.000 Euro rechnen müssen. Unsere Werbung, unsere Spendenaufrufe an einzelne Bürger und unsere breit gestreute Flyer-Aktion bei Besuchern der Tonhalle, des Schumann-Saals oder sonstiger musikalischer Veranstaltungen werden uns dabei sicher helfen. Wir hoffen, dass wir auch Sie für unsere Idee gewinnen konnten, nachdem Sie unsere Info bis hierher gelesen haben. Jede Spende, ob groß oder klein, ist uns herzlich willkommen, und selbstverständlich erhalten Sie dafür auch eine Zuwendungsbestätigung (Wir sind nach § 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. (n) 5 AO zur Ausstellung von Zuwendungsbestätigungen zur Förderung von Kunst und Kultur berechtigt).

Stand: Februar 2019